Aufgaben

Aus dem Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetz (rechtsbereinigt 18.11.2012) ergeben sich nach §24 Abs. 3 folgende Aufgaben:

  1. Wahrnehmung der hochschulinternen, hochschulpolitischen, sozialen und kulturellen Belange der Studenten,
  2. Mitwirkung an Evaluations- und Bewertungsverfahren gemäß § 9 Abs. 2 und 3,
  3. Unterstützung der wirtschaftlichen und sozialen Selbsthilfe der Studenten,
  4. Unterstützung der Studenten im Studium,
  5. Förderung des Studentensports unbeschadet der Zuständigkeit der Hochschule,
  6. Pflege der regionalen, überregionalen und internationalen Studentenbeziehungen und die Förderung der studentischen Mobilität,
  7. Förderung der politischen Bildung und des staatsbürgerlichen Verantwortungsbewusstseins der Studenten.

Der Großteil unserer Aufgaben liegt in der Gremienarbeit, also z. B. im Fakultätsrat, im Fachausschuss, in der Studienkommission oder in der Prüfungsausschüssen. Die hochschulpolitische Gremientätigkeit ist mit das Wichtigste, um eure Studienbedingungen zu verbessern. Die Mitglieder unserer Fachschaft werden von uns im FSR in diese verschiedene Gremien entsandt (Ausnahme: Fakultätsrat (Wahl)) und treffen dort mit den Vertretern der Mitarbeiter und Professoren Entscheidungen, wobei natürlich versucht wird, eure studentischen Interessen zu vertreten. Konkret betrifft dies zumeist Moduländerungen beziehungsweise Änderungen in den Prüfungs- und Studienordnungen. Also Ereignisse, welche langfristig Einfluss auf die gesamte Fachschaft haben.

Da es jedoch eine Vielzahl an verschiedenen Gremien im „Hochschuldschungel“ gibt, möchten wir euch diese kurz vorstellen.

Studienkommission
Der Studiendekan ist Vorsitzender der Studienkommission, welche wie bereits erwähnt paritätisch (zu gleichen Teilen) besetzt ist. Sie erfüllt beratende und empfehlende Aufgaben für den Fakultätsrat, in dem sie die Lehre in den betreffenden Studiengängen überwacht und neue Studiendokumente erarbeitet. Die Empfehlungen der Studienkommission sind bindend, wenn der Fakultätsrat nicht mit einer Mehrheit von 60% seiner Mitglieder etwas anderes beschließt (§88(5,2)SHG). Sie ist des Weiteren verantwortlich für die Durchführung von Studentenbefragungen zur Qualität der Lehre (Evaluationen) (§88(3)SGH). Hier noch aktuelle Hinweise zur StuKo (2013) unter anderem im Gespräch mit dem Sachgebiet 3.2 der TU Dresden.

Website zur Studienkommission der Fachrichtung Geowissenschaften.

Prüfungsausschuss
Irgendwann ist jeder dran mit Prüfungen. Sie sind des Studenten Freud & Leid. Um die Rechtmäßigkeit der Prüfungen und die Einhaltungen der Prüfungsordnungen zu gewährleisten, gibt es die Prüfungskommission. Bei Streitfällen in Prüfungsangelegenheiten ist dieser Ausschuss das wichtigste Gremium.

An den Prüfungsausschuss kannst du dich mit folgenden Beschwerden und Problemen wenden:

  • Anerkennung von Prüfungsleistungen (die z. B. an anderen Hochschulen oder Fakultäten erbracht wurden)
  • Festsetzung von Noten
  • Beurteilung von Prüfern

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unterzeichnet das Zeugnis (z. B. das Diplom). Studentische Vertreter sind beratend in diesem Gremium vertreten.

Website zu den Prüfungsausschüssen der Fachrichtung Geowissenschaften

Fachausschuss
Im Fachausschuss werden Probleme und Themen der Fachrichtung erörtert und diskutiert. Häufig sind Finanzen, Promotionen, Zukunft und Zielstellung der Fachrichtung, Neuigkeiten aus der Forschung sowie die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen oder Firmen in der Diskussion. Vorschläge aus der Studienkommission werden hier zum Beschluss gebracht.

Website der Fachrichtungsverwaltung Geowissenschaften

Fakultätsrat
Als entscheidungsbefugtes Gremium gibt es an jeder Fakultät den Fakultätsrat. Er ist das höchste Gremium der Fakultät und verabschiedet die Studien- und Prüfungsordnungen, organisiert den Forschungsbetrieb der Fakultät, ist zuständig für Berufungsvorschläge der Professuren, kümmert sich um die Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten u. v. a. m. für Fragen des Studiums ist die Studienkommission zuständig, welche paritätisch (zu gleichen Teilen) mit Studenten und Professoren besetzt ist. Ihre Entscheidungen können nur mit 66% der Stimmen des Fakultätsrates überstimmt werden. Der Fakultätsrat setzt sich aus den vier Mitgliedergruppen der Universität zusammen. Die Mehrheit der Stimmen gehört jedoch den Professoren.

Website zum Fakultätsrat

Studentenrat
In der Regel tagen die rund 30 Mitglieder des Studentenrat-Plenums alle zwei Wochen in der Vorlesungszeit und im Abstand von höchstens vier Wochen in der vorlesungsfreien Zeit.

Der StuRa selbst wählt für verschiedene Aufgabenbereiche Geschäftsführer, die den StuRa nach außen hin vertreten, in der Woche als Ansprechpartner die StuRa-Baracke bevölkern und die Beschlüsse des StuRa umsetzen. Ihnen zur Seite werden Referenten mit spezifischen Aufgabenbereichen gestellt, damit sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Sie müssen allerdings nicht Mitglieder im StuRa sein. Und daneben gibt es noch eine ganze Reihe von Gruppen, die viele verschiedene Bereiche abdecken.

Website des Studentenrates (StuRa)

Senat / Erweiterter Senat
Der Senat ist das höchste der Universitätsgremien, in dem Studenten stimmberechtigt sind. Er setzt sich aus 17 Professoren, vier wissenschaftlichen Mitarbeitern, zwei nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern sowie vier Studenten (einen pro Wahlkreis) zusammen. Vorsitzender ist der Rektor der Universität.

Der Senat ist in alle grundlegenden akademischen Angelegenheiten der TU eingebunden, sei es durch Beschluss, Vorschlag oder Stellungnahme. Insbesondere kümmert er sich um die Einrichtung von Studiengängen, die strategische Ausrichtung der TU, größere Forschungsprojekte und Anschaffungen. Er schlägt Kandidaten für das Rektorenamt vor.

Der erweiterte Senat wählt den Rektor der Universität und verabschiedet die Grundordnung. Dieser setzt sich insgesamt neben 4 weiteren Studenten auch aus der doppelten Anzahl an Professoren und Mitarbeitern zusammen.

Die studentischen Senatoren werden jährlich direkt von allen Studenten gewählt.

Website der Gremien der TU Dresden

Konzil
Das größte Gremium an der Universität war das Konzil. Es hatte insgesamt 428 Mitglieder: 215 Hochschullehrer, 84 akademische Mitarbeiter, 84 Studenten und 45 sonstige Mitarbeiter. Das Konzil war ein wenig mit dem Bundestag vergleichbar. Es beschloss über die Grundordnung der Universität. Diese „Verfassung“ regelte Einzelheiten wie z.B. die zahlenmäßige Zusammensetzung der Fakultätsräte, des Senats oder die Regelung zu Ehrenpromotionen. Das Konzil wählte in regelmäßigen Abständen den Rektor und die Pro-Rektoren sowie die Senatsmitglieder. Außerdem wurde hier jedes Jahr der Tätigkeitsbericht des Rektoratskollegiums und des Geschäftsführers des Studentenwerkes sowie der Lehr-, Forschungs- und Evaluationsberichte der Universität erörtert.

Mit in Kraft treten des Neuen Sächsischen Hochschulgesetzes zum 01.01.2009 wurde das Konzil aufgelöst.