Erinnern und Entwerfen IX

»Mimesis, Metamorphose, Anamorphose - wieviel Wandlung

verträgt die Architektur«

Dr. Ing. Tom Schoper

Semesterwochenstunden / ECTS: 4Ü SWS / 6 cr

Termin: Freitag, 21.10.11, 9:20 – 12:40 Uhr
Ort: BZW B, Raum 306

Teilnehmer:
Interessenten, die bei der Online-Einschreibung nicht ausgewählt worden sind, kommen bitte in die erste Veranstaltung

 

In unserem Dialog zwischen Architektur, bildender Kunst und Philosophie wollen wir in diesem Semester der Frage nachgehen, was unsere beständige Lust am Entwerfen beflügelt: ist es die Herausforderung der Nachahmung (Mimesis) der Vollkommenheit von Architektur in Form und Proportion, oder ist es die bewusste oder unbewusste Abkehr von dieser Vollkommenheit, also die Wandlung (Metamorphose) oder Verzerrung (Anamorphose) im architektonischen Entwurf? Wodurch sind die jeweiligen Entwurfshaltungen begründet: durch ein der Architektur selbst innewohnendes Gesetz, durch gestalterischen Willen oder durch Notwendigkeit des Gebrauches? Sind die bekannten, in sich scheinbar vollkommenen »Architekturikonen« überhaupt zum alltäglichen Gebrauch geeignet?
Das Seminar bildet ein Forum der Auseinandersetzung zwischen Gebrauchsdenken und der Betrachtung von Architektur als selbständige Disziplin.

 

Hauptfach Erinnerung & Entwerfen VII - Erinnerung und das Ursein von Architektur
Dipl.-Ing. Architekt Tom Schoper

Welche Rolle spielt »Erinnerung« im Kontext des architektonischen Entwerfens? Ist »Erinnerung« eher eine Fessel des Alten oder ist sie auch Potential des Neuen? Steht »Erinnerung« damit für die Ganzheit von Architektur oder ist sie subjektiver Ausdruck einer persönlichen Blickweise?

In einem Diskurs zwischen kunst- und architekturtheoretischen Schriften und künstlerischen und architektonischen Werkbesprechungen wollen wir versuchen, das Potential der Erinnerung für unsere Arbeit am architektonischen Werk zu ergründen.

Die Einführungsveranstaltung findet am 16. Oktober um 9.20 Uhr im Raum B 123, BZW statt. Alle Interessenten kommen bitte unabhängig vom Losverfahren zu diesem Seminar.

Das .pdf zum downloaden.

 

Hauptfach Erinnerung & Entwerfen VI - Die Frage nach dem "Erhabenen" in der Architektur
Dipl.-Ing. Architekt Tom Schoper

Ein Diskurs zur aktuellen Ästhetik zwischen Kunst, Philosophie und Architektur.

Spätestens mit der Moderne Zielt die bildende Kunst auf das "Erhabene" in der Wahrnehmung von Kunst ab: was verstehen wir unter dem "Erhabenen"? Läßt es sich auch im architektonischen Kontext einsetzen? Und was hat das "Erhabene" mit der Erinnerung gemein?

In einem Diskurs zwischen kunst- und architekturtheoretischen Schriften und künstlerischen und architektonischen Werkbesprechungen wollen wir versuchen, das Geheimnis des Erhabenen in Kunst und Architektur zu entschlüsseln.

Die Teilnahme an der Zeichenexkursion nach Prag wird für unseren gemeinsamen Dialog ausdrücklich empfohlen.

 

Hauptfach Erinnerung und Entwerfen IV - "Migration der Form"
Dipl.-Ing. Architekt Tom Schoper

Migration der Form
Ein Diskurs zur aktuellen Ästhetik zwischen Kunst, Philosophie und Architektur vor dem Hintergrund der  DOKUMENTA XII  in Kassel

Das Hauptfach „Erinnerung und Entwerfen“ sucht den Dialog zwischen den Disziplinen Kunst und Architektur.Wir wollen architektonische und künstlerische Formen zueinander in kritische Beziehung setzen, um uns deren Formentwicklung und ihre Veränderung durch die Geschichte bewusst zu machen.
Trotz Globalisierung leben und handeln wir in bestehenden „Kontexten“ – das Überschreiten von Kontextgrenzen geht nicht ohne Wandlung oder Verlust von Inhalten vonstatten. Erst das Bewusstsein dieser wissensbildenden Kontexte lässt uns dem „Verstehen“ von Kunst und Architektur näher kommen.
Die Exkursion zur DOKUMENTA XII nach Kassel wird voraussichtlich Ende Juni stattfinden. Näheres in der Einführungsveranstaltung.

 

Hauptfach Erinnerung & Entwerfen III
Dipl.-Ing. Architekt Tom Schoper

Wir gehen jenseits aller anderen Einflussfaktoren einem möglichen Ursprung des architektonischen Entwurfs - der Erinnerung - nach.

In seminaristischen Diskussionen und im Dialog mit bildenden Künstlern + deren Werken möchten wir die gedankliche Verwandt-schaft zwischen Kunst und Architektur ergründen. Den Abschluss des Seminars bildet eine praktische (2- & 3-dimensionale) Arbeit, "Der Entwurf aus der Erinnerung".

Neben der theoretischen und inhaltlichen Auseinandersetzung mit aktuellen Thesen und Arbeiten bildender Künstler wenden wir in diesem Semester den Blick speziell auf den Diskurs von Architektur und Kunst. In diesem Rahmen untersuchen wir verschiedene Architekturen unterschiedlichen Maßstabs und aus unterschiedlichen Entstehungszeiten: Architektur für die Kunst oder als Kunst.

Hauptfach Erinnerung & Entwerfen I + II
Dipl.-Ing. Architekt Tom Schoper

Das kunst-theoretische und künstlerisch-praktische Seminar befragt das ephemere architektonische Material von Einst auf seinen sinnlich-formalen Gehalt, der sich über Manipulation und Metamorphose des Entwerfens im Jetzt verselbständigt und als das mögliche "Neue" offenbart.

Als denkbares Prinzip eines Einstiegs in den Entwurfsprozess zielt diese Arbeitsweise jenseits von architektonischer Funktion oder Repräsentation auf das formal Unabhängige, wenngleich historisch Determinierte. Der These folgend, dass das Unsichtbare oder Schemenhafte mehr zur Erinnerung beiträgt als das Sichtbare, kann so eine Kette neuer und ungeahnter Assoziationen neue Formen hervorbringen, ohne die Verbindung zum Vor-Bild zu leugnen.

 

Sommersemester 2005

Eine Ikone der Moderne in meiner Heimat

Maximilian Meixner [Architektur]:
Eine Ikone der Moderne in meiner Heimat:
BMW-Hochhaus "Vierzylinder" in München

Die Arbeit abstrahiert das Baukörpervolumen zu einer Skulptur aus kleeblattförmig gestapeltem Industrierohr.

 

Juliane Richter [Architektur]:
Eine Ikone der Moderne in meiner Heimat:
DVB-Pavillon am Albertplatz

Das fast vollständige "Zurückfahren der Lautstärke" [Christian Kühn] lässt den Körper nurmehr aus dem sanft gezeichneten Muster seiner Dachhaut leben.

 

Carolyn Schuerer [Architektur]:
Eine Ikone der Moderne in meiner Heimat:
Förderturm in Aue

Der von der Stahlkonstruktion des Förderturms umschlossene Hohlraum wird zum lesbaren Gegenbild frühmoderner Technik.

 

 

 

Wintersemester 2004/2005

Wahrzeichen meiner Heimat

 

Daniel Bieber [Landschaftsarchitektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat:
Sockelbau eines Fabrikschornsteins, Mühlbach

Das Ephemere der Erinnerung wird mit dem Nicht-Greifbaren der Lichtquelle in Deckung gebracht. Friederike Thomas [Architektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat: Rathaus in Bischofswerda
Die Erinnerung an das Rathaus löst sich auf in "Schichten" von unterschiedlicher Prägnanz und Wichtigkeit.

 

Stephan Dietrich [Architektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat: Rathaus in Strahlsund
Eine Arbeit, die auf das alte Abbild zurückgreift und dieses sehr zeitgemäß in ein architektonisches Objekt mit hohem Erzählpotential umformuliert.

 

Matteus Ploch [Architektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat: Hölderlin-Turm, Tübingen
"Auflösung" des erinnerten Modells in horizontale Schichten und damit verbunden die Aufforderung an den Betrachter, damit zu spielen und es zu benutzen

 

Susanne Schanz [Architektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat: Rathaus in Bischofswerda
Die Erinnerung an das Rathaus löst sich auf in "Schichten" von unterschiedlicher Prägnanz und Wichtigkeit.

 

Friederike Thomas [Architektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat: Rathaus in Bischofswerda
Die Erinnerung an das Rathaus löst sich auf in "Schichten" von unterschiedlicher Prägnanz und Wichtigkeit.

 


Philipp Strugalla [Architektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat: Schlossplatz in Pirmasens
In der Umkehrung von Raum und Masse und in der Auflösung dieser Umkehrung durch das gewählte Material des massiven Plexiglas-Kubus scheint eine Freude an phänomenologischen Erscheinungen durch, die auf den Betrachter überspringt und ihn mit dem Modell interagieren lässt.

 

Victoria Gertenbach [Architektur]:
Das Wahrzeichen meiner Heimat: Küstenregion der Normandie
Ein Modell als Versuch, die Erinnerung an eine Landschaft als Code umzuformulieren - der Versuch, ein Bild der Erinnerung ohne Abbild desselben zu transportieren.

 

 

Sommersemester 2004

Schulhaus

 


Cathrin Doering [Architektur]:
Modell "Mein Schulhaus"
Gestalt und Struktur des Schulhauses als simultane Wahrnehmung in Form eines "Wendemodells".

 


Franziska Rieland [Landschaftsarchitektur]:
Modell "Mein Schulhaus"
Die Unvollständigkeit der Erinnerung in ihrer körperlichen Visualisierung.

 


Ines Schoeche [Landschaftsarchitektur]:
Modell "Mein Schulhaus"
Wandel des Schulgebäudes infolge des historischen Umbruchs der "Wende" als Haus mit zwei Namen.

 


Anja Stammler [Architektur]:
Modell "Mein Schulhaus"
Die Verräumlichung der erinnerten Kinderzeichnung.

 




Philipp Strugalla [Architektur]:
Skizze und Modell "Mein Schulhaus"
Simultaneität von 2- und 3-dimensionaler Darstellung als Potential einer neuen Körperhaftigkeit.