Hauptfach Bildsprache

 

 

Niels-Christian Fritsche:
„Visualisieren des Landschaftswandels im Oderbruch“

 

im Wintersemester 2013-14 in Zusammenarbeit mit der Professur f√ľr Landschaftsplanung, Prof. Dr.-Ing. Catrin Schmidt

 

Betrachten wir Landschaften mit einer ökologisch motivierten Ehrfurcht, mit einem romantischen Interesse an der Natur, als Sportgelegenheit oder als wirtschaftliche Ressource?

 

Im Fach „Bildsprache“ werden gebietsplanerische, landschaftsarchitektonische, st√§dtebauliche und architektonische Themen eingef√ľhrt. Wie k√∂nnen politologische Verst√§ndnisse, √∂kologisches Bewusstsein und planerische Dynamik balanciert werden?

 

Der Experten-Laien-Dialog zum Vermitteln der Umwelt wird mit besonderen gro√üformatigen Formen unterst√ľtzt, so als ob es um echte B√ľrgerversammlungen gehen w√ľrde. Wie kann man aus einem Abstand von f√ľnf bis zehn Metern erkennen, dass sich die Autoren beim Darstellen ihrer Planungen auf die Zuschauer eingestellt haben?

 

Wodurch wird deutlich, dass die Autoren an inhaltlicher Klarheit und an darstellerischer Deutlichkeit interessiert sind, ohne die in der Regel auf verschiedenen Maßstabs- und Betrachtungsebenen angesiedelten Arbeitsstoffe zu banalisieren?

 

 

√úbersicht:


01. Einf√ľhrung ‚Äď Inhalte und Darstellungen
02. Exkursion ‚Äď Fotos und Ged√§chtnislandkarten
03. Ideen analysieren ‚Äď Ausstellungen vergleichen
04. Daten-Statistik ‚Äď W√ľnsche, Normen und L√ľgen
05. Bilder malen ‚Äď Gr√∂√üe als Arbeitsthese
06. Zwischenpr√§sentation 01 ‚Äď Breite des M√∂glichen
07-08. Konsultationen ‚Äď Themen eingrenzen
09. Zwischenpr√§sentation 02 ‚Äď Thema best√§tigen
10. Nachweise-Bildrechte ‚Äď Urheberrecht
11. Projekt darstellen ‚Äď Gr√∂√üe, Form und Material
12. Endpräsentation + Wie präsentiere ich?
13-14. Zusatz 01/02 ‚Äď Beratung zur Produktion
15. Abgabe

 

 

Ergebnisse (Auswahl)

 

1.
Tom Macht: S√ľmpfe oder Felder? - 300 Jahre Landschaftswandel im Oderbruch

 

Tom Macht entwickelt ein Bildreservoir zum Oderbruch. R√§umlich-architektonische Skizzen stehen neben fantastischen Erfindungen, sogenannten „metaphorischen Bildern“, wie den „Felsnadeln, die die Isolation der D√∂rfer innerhalb der Landschaft darstellen, aus der mittlerweile Windr√§der hervorragen ...“

 

Tom Macht entwickelt ein Impromptu-System von kartografischen Signaturen in Analogie zur zentralen Herausforderung der Kartografie: Wie kann man das riesige darzustellende Territorium mit sowohl bildlicher Anschaulichkeit wie auch mit einer Auswahl der als wichtig empfundenen Features versehen?

 

 

Tom Macht: „S√ľmpfe oder Felder?“ - Gro√üformatige Gegen√ľberstellung des Oderbruchs um 1700 und um 2014, Tempera auf Karton, je 200 x 162 cm (Ausschnitte)

 

 

2.
Michael Voit: Naturraum oder Kulturraum?

 

Michael Voit untersucht„die Kolonisierung des Oderbruchs in Zusammenhang mit der Umleitung der Oder“.

 

Die gegenseitige Abh√§ngigkeit oder Wechselwirkung wird folgerichtig in einer direkten Gegen√ľberstellung entwickelt. Michael Voit legt das Hauptaugenmerk auf die ver√§nderten Siedlungsstrukturen und die wasserbaulichen Ma√ünahmen im Zuge der Oderumleitung.

 

 

 

Prinzipentscheidung: Vertikal pr√§sentierte Grafiken, durchgehend oder zueinander angewinkelt, oder horizontal gezeigte Modelle, entweder in Tischh√∂he von rund 75 cm oder in Augenh√∂he von 160 - 170 cm, mit Trittstufen f√ľr Kinder? - Bildmontagen zum Projekt mit Grafiken von Michael Voit von Niels-Christian Fritsche

 

 

3.
Michael Jorge Louzil:
Perspektivenwechsel - Bilder erklären die Probleme des Oderbruchs

 

Michael Jorge Louzil stellt die Breite des Landschaftswandels im Oderbruch dar. Er w√§hlt¬† dazu eine Panoramadarstellung mit mehreren Fluchtpunkten, in der die verschiedenen Themen am unteren Tafelrand prinzipiell dargestellt werden, um dar√ľber - in der Leseh√∂he des Betrachters - beschrieben und vertieft werden zu k√∂nnen.

 

1. Politologische Plattform
2. Lebensdrang von Mensch und Tier
3. Deichschutz gegen Artenschutz
4. Versinken im Strom der Zeit
5. Eine verlorene Region?
6. Hoffnung in Gr√ľn
7. Du bist, was du isst
8. Energiewandel ja, aber ...
9. ... um welche Kosten?

 

Michael Jorge Louzil gelingt es, die Gefahren der karikaturhaft √ľberzogenen Comic-Grafik sowie der allzu textlastigen Belehrungen zu umgehen. Es entsteht eine Balance aus dem Eindruck der F√ľlle von miteinander verbundenen Problemen und der durch das Zickzack der Stellw√§nde und verschiedene grafische Sprachen und Schriften - Freihandskizzen, Computergrafik sowie Diagramme und Piktogramme - verst√§rkten √úbersichtlichkeit.

 

 

Michael Jorge Louzil: Neun Stelltafeln zum Projekt „Perspektivenwechsel - Bilder erkl√§ren Probleme des Oderbruchs“

 

 

4.
Lisa Br√ľnings: Landschaft aufklappen

 

Lisa Br√ľnings kombiniert gro√üformatige, Panoramen mit zwei Bildsprachen: Zum einen kann man die Windenergie in einem einfachen Entweder-oder aus den Darstellungen herausfalten. Zum anderen dienen Folien zu komplexen stenografischen Auffaltm√∂glichkeiten.

 

 

Die unterschiedlichen Zust√§nde - Normalzustand oder Flut? - traditionelle Landwirtschaft oder Kurzumtriebsplantagen? ‚Äď sowie Landschaft mit und ohne Windkraftanlagen und Photovoltaik k√∂nnen wie bei einem Kalender umgebl√§ttert werden. Die Foliendrucke erlauben auch, Zust√§nde aus unterschiedlichen Bezugssystemen, zum Beispiel das √ľberflutete Oderbuch mit Windkraftanlagen darstellen.

 

 

Lisa Br√ľnings: Oderbruch-Szenarien, Arbeitszust√§nde.
Basisbild: Acryl auf Packpapier, 70 x 300 cm, beschnitten; Szenarien: Acryl auf Transparentpapier und Digitaldrucke auf Folie (Bild 2, 9-12). Fotos: Till Schuster.

 

 

5.
Julia Beck:
Zukunft Energielandschaft Oderbruch? - Erneuerbare Energien im Vergleich

 

Julia Beck erarbeitet eine gro√üe Collage, bei der das Oderbruch alternativ mit einzelnen Sprechblasen oder ganzfl√§chig mit einer Energielandschaftssignatur bedeckt werden k√∂nnen: „Das Oderbruch als Energiequelle f√ľr Berlin?“

 

 

Der Kern der Arbeit von Julia Beck besteht im Vergleich der erneuerbaren Energieformen Windenergie, Biomasse und Photovoltaik in Bezug auf Fl√§chenanspruch, Energieertrag und Versorgungsleistung. Die auf B√ľrgerversammlungen bezogene Fernwirkung der „Datenbahnen“ besticht zudem durch den durchgehenden allgemeinverst√§ndlichen Gr√∂√üenvergleich ‚ÄöFu√üballfeld‘ und den ebenfalls durchgehenden Bezug zur Stadt Berlin (das Oderbruch und die Stadt Berlin f√ľllen beide knapp 1.000 Quadratkilometer Land aus): „Das Szenario ‚Äödas Oderbruch als Energiequelle f√ľr Berlin‘ in Anlehnung an die fr√ľhere Funktion der Region als Gem√ľsegarten Berlins verdeutlicht die quantitative Deckung des Gesamtenergiebedarfs aller Berliner Haushalte durch den Energieertrag aus der gesamten Fl√§che des Oderbruches.“

 

Die zwei √ľbergro√üen „Datenbahnen“ mit √ľber acht (!) Meter Breite werden in mehreren Abschnitten geplottet, um am Pr√§sentationsort einfach zusammengesetzt werden zu k√∂nnen.

 

 

Julia Beck: Datenbahn zu den „erneuerbaren Energien im Vergleich“ zur „Zukunft Energielandschaft Oderbruch“. Digitaldrucke, h = 161 cm (Ausschnitt): Die erste Bahn stellt den Fl√§chenanspruch der Anlagen dar, die zweite Bahn thematisiert die Energieversorgung. Auf den hell unterlegten Fl√§chen werden Ausgangswerte wie die H√∂he der Anlagen, der spezifische Energieertrag sowie die Versorgungsleistung von Haushalten dargestellt. Die schwarz unterlegten Streifen zeigen den Fl√§chenanspruch, der sich auf die oben genannten Ausgangswerte bezieht.“

 

 

6.
Jennifer Tischer: Die un-/ wahre Wahrheit der Energie - Das Oderbruch im Wandel

 

Jennifer Tischer wägt den Einfluss und die Wahrnehmung der erneuerbaren Energien mit den
landschaftsarchitektonischen Auswirkungen und den politischen Prozessen ab. Dabei spielen die unmittelbaren Ver√§nderungen vor der eigenen Haust√ľr, die allgemeinen sowie die Oderbruchtypischen Elemente der Landschaft und der lernerische Prozess eine gro√üe Rolle.

 

Jennifer Tischer zielt mit der Kombination von analytisch hergeleiteten Steckformen zum einfachen Ausprobieren und einer als lyrisch-mystifizierenden Landschaftspolitologie auf die in der Debatte um den Naturschutz und die erneuerbaren Energien typischen Mischung aus Naturverehrung und der Angst vor Veränderung.

 

 

Jennifer Tischer: Bauteile und Szenarien, verschiedene Materialien,. Maße variabel, 31.1.2014

 

 

7.
Marc Körner:
Landschaftswandel - zerlegt und neu gedacht. Möglichkeiten der Darstellung und Vermittlung von Problemen der Region

 

Marc K√∂rner geht von einem systemtheoretischen Ansatz aus: „Die Komplexit√§t heutiger
Abl√§ufe und die Tatsache, dass ein Zustand meist von vielen, oft undurchsichtigen Einzelfaktoren, abh√§ngt, machen das Erfassen von Mechanismen und die Vorhersage von Auswirkungen immer schwieriger.“

 

Durch die geschickte √úbernahme zweier etablierter Spielformen, dem nach der Stadt Carcassonne in Frankreich benannten Legenspiel von Klaus-J√ľrgen Wrede und Doris Matth√§us sowie dem Geschicklichkeitsspiel „Mikado“, kann Marc K√∂rner die Systemtheorie mit den beiden von den Spielwissenschaften unterschiedenen Spielarten verbinden. Die Spielwissenschaften unterteilen in zweckfreies Spielen (sogenannte Funktionsspiele
f√ľr Kinder) und zweckgerichtete, auf einen Bildungseffekt eingerichtete Lernspiele: „Spiele
wie Quartett, das klassische Puzzle, Mikado, Carcassonne und Go bieten die Grundlage um
ausgew√§hlte Fakten zu vergleichen, Konfliktpotential aufzuzeigen, aber auch ganze Landschaften und deren Elemente nachzuempfinden.“

 

Marc Körner:
„Oder-Bruzzle“-Spielbeschreibung, deutsche Beschriftung, 42 x 29,7 cm
„Oder-Bruzzle“-Musterbausteine, MDF, lackiert, je 10 x 10 cm

 

 

8.
Jochen Wagner:
Landschaftswandel im Disput zwischen Autonomie und Heteronomie

 

 

Jochen Wagner im Seminar Bildsprache, 22.11.2013 (Foto: Niels-Christian Fritsche)

 

Jochen Wagner untersucht das „aus √∂kologischen Gesichtspunkten interessante und¬† exemplarisch bedeutsame“ aber eben auch k√ľnstlich angelegte Oderbruch in mehreren bildsprachlichen Richtungen. In seinen Skizzenbl√§ttern, einer Mischung aus perfekten Seminarmitschriften und Entwurfsskizzen, entsteht die Spanne des Informationsdesigns
zwischen Zustandsbeschreibung, den mit dem Zustand verbundenen Problemen sowie den statistischen und grafischen Mitteln zum Darstellen von Problem und von Lösungsmöglichkeit.

 

Jochen Wagner entwickelt sein Untersuchungsdreieck von tats√§chlicher Landschaft, den realen Bedrohungen und den m√∂glichen Wunschlandschaften zur Begriffspolarit√§t von Autonomie und Heteronomie. Unter Autonomie sollen, darin der Doppelbedeutung des altgriechischen Begriffs folgend, die Eigengesetzlichkeit einer Sache und ihre Selbstst√§ndigkeit verstanden werden. Der Gegensatz dazu, die Heteronomie, wird als Dualit√§t von Fremdgesetzlichkeit und Abh√§ngigkeit von fremden Einfl√ľssen ben√∂tigt.

 

Jochen Wagner: Linienmalerei zum Oderbruch. Mischtechnik auf Sperrholz, 46 x 33 cm

 

 

Jochen Wagner geht es um das Ausprobieren der verschiedenen Kompa√ürichtungen auf einer Ethik-Plattform, beinahe so, als ob man Folien ausprobiert: „Wer ist an diesem schrecklichen Landschaftsbild schuld?“ + „Was mache ich mit dem Betrachter?“ + „Was w√ľnscht sich der Betrachter?“ + „... einfach nur Bilder, wie sch√∂n es ist, sein kann ‚Ķ“

 

 

Jochen Wagner: Drei Szenarien zum Disput zwischen Autonomie und Heteronomie („Fl√ľgelaltar)“):
- Hochwasser versus Artenschutz
- Mobilität versus Hier leben
- „Land Grabbing“ und gentechnisch ver√§nderte Lebensmittel („Genfood“)
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Filzstifte auf Plexiglas, je 34 x 27,5 cm, in Pappkisten h = 8 cm mit Oderbruchrelief.
Fotos: Till Schuster (2014).

 

 

9.
Martin Kleemann: Sinking Industrial Civilization - the Peak-Oil Predicament

 

Martin Kleemann war an einer freien Arbeit in Fach Bildsprache zu Norwegen interessiert. Dort hatte er sich an der Restaurierung eines Bauernhofes beteiligt und erfuhr, wie dominierend sich die Landwirtschaft „durch die moderne norwegische Psyche zieht.“ Im Winter 2013/14 - w√§hrend der Laufzeit zur Bildsprache zum Oderbruch - besuchte Martin
Kleemann Costa Rica (spanisch f√ľr „reiche K√ľste“), um dort auf der Osa-Halbinsel („Poor
Man‘s Paradise“) f√ľr drei Monate in der Entwicklungshilfe in der „sehr armen Gegend“ und im Naturschutz an einem der „artenreichsten Orte weltweit“ mitzuwirken.

 

Martin Kleemann kam mit dem Ph√§nomen der „shifting baseline“ in Kontakt: „Dies bedeutet,
dass ähnlich wie ein Frosch im heißen Wasser, der langsam aufgewärmt wird, die Menschheit
als Kollektiv nicht mitbekommt, wie sich ihre Umwelt St√ľck f√ľr St√ľck ver√§ndert - im negativen Sinne - bis es zu sp√§t ist.“ Auf der Suche nach einer Begr√ľndung f√ľr den schockierenden Gegensatz zwischen „intakt“ und „kaputt“ stie√ü Martin Kleemann auf den durch das „√Ėlzeitalter“ verzerrten Effekt des „ERoEI“ (Energy Returned on Energy Invested): Heute m√ľssen und k√∂nnen wir zehn Energiekalorien investieren, um eine Kalorie an Nahrungsenergie zur√ľckzugewinnen. Folgerichtig fokussiert sich Martin Kleemann auf √Ėl als die „√úberschussenergie“, die die industrialisierte Landwirtschaft auf Kosten des Natur- und
des Artenschutzes erm√∂glicht. Was sind wir f√ľr das √Ėl zu opfern bereit? Wann wird uns das √Ėl ausgehen?

 

Martin Kleemann untersucht den von ihm gro√ü geschriebenen ZUSAMMENHANG zwischen √úberschussenergie und Zivilisationen Er verweist auf Joseph Tainters Buch „The Collapse of Complex Societies“ (1988)“, wonach Zivilisationen immer durch √úberschussenergie entstehen und durch Energiemangel zugrunde gehen. Die Arbeit wird „in Englisch ausgef√ľhrt, da es sich um ein globales Thema handelt.“

 

 

Abb. Martin Kleemann: Civilization's TITANIC Predicament: Peak Oil. 2014‚Äď2015. Pappe, Papier, Plastik, Blech, Unterspannbahn, Klebefolie, Acryl und Farbdrucke. 100 cm x 210 cm x 18,5 cm.

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Wir freuen uns, dass wir Martin Kleemanns freie Bildsprache-Arbeit zu „Peak Oil“ in die Brosch√ľre zum Visualisieren des Landschaftswandels im Oderbruch aufnehmen d√ľrfen.

 

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Literatur (Auswahl):

 

B√ľro f√ľr Landschaftskommunikation, Dr. Kenneth Anders und Lars Fischer (Konzept und Realisierung): „Vier Szenarien f√ľr das Oderbruch - Oderbruchfiktionen“ des Forums Oderbruch e.V. mit Texten von Kenneth Anders, Lars Fischer, Patrick Thur und Almut Undisz sowie Dr. R. Schmook. Bad Freienwalde 2007. oderbruchpavillon.de/
bausteine/projekte/szenarien.html (14.10.2013).

 

Burghardt, Lucuis: Warum ist Landschaft schön? Die Spaziergangswissenschaft. Berlin: Martin Schmitz Verlag 2006.

 

Crutzen, Paul J.; Davis, Mike; Mastrandrea, Michael D.; Schneider, Stephen H.; Sloterdijk,
Peter: Das Raumschiff Erde hat keinen Notausgang. Energie und Politik im Anthropozän. Berlin: Suhrkamp 2011.

 

Hempel, Werner: Die Pflanzenwelt Sachsens von der Späteiszeit bis zur Gegenwart. Jena: Weissdorn-Verlag 2009.

 

K√ľhne, Olaf: Landschaftstheorie und Landschaftspraxis. Eine Einf√ľhrung aus sozialkonstruktivistischer Perspektive. Wiesbaden: Springer-Verlag 2013.

 

Kuschel, Yvonne; Scheub, Ute: Beschissatlas: Zahlen und Fakten zu Ungerechtigkeiten in
Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. M√ľnchen: Ludwig Buchverlag 2012.

 

Martin, Philipp Leopold: Die Praxis der Naturgeschichte: Ein vollst√§ndiges Lehrbuch √ľber das Sammeln lebender und toter Naturk√∂rper; deren Beobachtung, Erhaltung und Pflege im freien und gefangenen Zustande; Konservation, Pr√§paration und Aufstellung in Sammlungen. 3. Teil, 2. H√§lfte: Naturstudien ... Allgemeiner Naturschutz : Einb√ľrgerung fremder Thiere und Gesundheitspflege gefangener S√§ugethiere und V√∂gel. Weimar: Voigt, 1882.

 

S√§chsische Landesstiftung Natur und Umwelt: Leitbild Schweiz oder Kasachstan?: Zur Entwicklung der l√§ndlichen R√§ume in Sachsen ‚Äď Eine Denkschrift zur Agrarpolitik. 2012

 

Simmel, Georg: Philosophie der Landschaft. Die G√ľldenkammer 3 (1913), S. 635‚Äď644. Einsehbar unter http://www.tu-cottbus.de/theoriederarchitektur/
Archiv/Autoren/Simmel/Simmel1913.htm

Spiegelberg, Karl: Das Oderstromsystem Frankfurt/Oder: Rolf Thieme 2001.

 

 

Planungsunterlagen:

 

- B√ľro f√ľr Landschaftskommunikation: Oderbruchpavillon -www.oderbruchpavillon.de
- Akademie f√ľr Landschaftskommunikation e.V., Croustillier 20, 16259 Oderaue
- Der Gewässer- und Deichverband Oderbruch: www.gedo-seelow.de.
- WWF-Oder-Auen-Atlas: atlas.odra.pl/de.

 

 

(Ende)

 

Niels-Christian Fritsche 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauptfach Bildsprache
Dipl.-Ing. Grit Koalick
Dipl.-Ing. Rochus Wiedemer

 

Moscheen in Berlin - Bildsprache 09
Sommersemester 2008

Landflucht - Bildsprache 08
Wintersemester 2007/2008

Die unsichtbare Stadt - Bildsprache 07
Sommersemester 2007

Map the Rich! - Bildsprache 06
Wintersemester 2006/2007

30 Jahre Prohlis - Bildsprache 05
Sommersemester 2006

Zeichnen, was man nicht sehen kann - Bildsprache 04
Wintersemester 2005/2006

Narration - Bildsprache 01 + 02 + 03
Sommersemester 2003 + Wintersemester 04/05 + Wintersemester 05/06

 

 

Bildsprache 09 - Moscheen in Berlin
Dipl.-Ing. Rochus Wiedemer

 

Der Bau von Moscheen in Deutschland und die damit oftmals verbundenen Konflikte stoßen inzwischen auf großes mediales Interesse. Die Darstellung der Bauvorhaben in den Medien beschränkt sich jedoch auf deren zeichenhafte Elemente Minarett und Kuppel. Bildsprache 8 setzt sich mit Moscheen in Berlin als Darstellungsproblem auseinander. Auf einer kurzen Zeichenexkursion zu Beginn des Semesters besuchen wir vier unterschiedliche Moscheen: von der klassischen Hinterhofmoschee über die aufwendige Replik einer ottomanischen Moschee bis zum gerade fertig gestellten Hybrid aus Moschee und Einkaufspassage. Nach einem Einführungsabend in Berlin zum Bautyp Moschee sowie zu Muslimen in Deutschland zeichnen wir vor Ort die Räume, Programme und Nutzungsstrukturen der Moscheen nach und untersuchen deren Beziehung zur gebauten Stadtstruktur sowie Unterschiede zu Moscheen in muslimisch geprägten Ländern. Im Anschluss an die Exkursion werden die Zeichnungen ausgearbeitet und zu einer Broschüre zusammengestellt, sie können durch Fotos, Planmaterial, und Notizen ergänzt werden.

Zeitplan.pdf

 

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Bildsprache 08 - Landflucht WS 2007/2008
Dipl.-Ing. Grit Koalick

 

Wir visualisieren den wirtschaftlichen und sozialen Wandel des ländlichen Raumes. Angesichts der Magnetwirkung moderner Industrie- und Ballungsgebiete und der allgemeinen demografischen Entwicklung verändert sich der ländliche Raum zunehmend: Abwanderung und Überalterung führen vielerorts zur Entleerung des ländlichen Raumes. Wie reagiert die Politik? Kann es ein ländliches Äquivalent zum »Stadtumbau Ost« geben? Welchen Chancen haben diejenigen, die bleiben wollen? Wir suchen nach Darstellungsformen, die Probleme des ländlichen Raumes zu vermitteln.

 

 

Ergebnisse

 

 

Martin Jahn: Altern auf dem Land. Broschüre Format A5, 48 Seiten

 

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des grundlegenden Funktionswandels der Familie werden in der Arbeit die Auswirkungen der Landflucht auf die ältere Bevölkerung untersucht. Drei verbreitete Annahmen über die Situtation der Alten auf dem Land werden widerlegt: 1) Sie sind harmonisch in Mehrgenerationsfamilien eingebunden. 2) Sie finden sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten im Garten und auf dem Feld. 3) Sie werden problemlos von der Familie oder von den Nachbarn gepflegt.

 

 

 

Kathrin Möhler: Nester des Junkertums. Vom Schicksal ländlicher Schlösser am Beispiel von Schloss Gauernitz Broschüre Format A5, 36 Seiten

 

Der Funktionswandel auf dem Lande hat zur Folge, dass eine erhebliche Zahl von Burgen, Schlösser und Gutshäuser leer stehen. In der Arbeit wird die Notwendigkeit diskutiert, diese Kulturdenkmäler zu erhalten – trotz aller Schwierigkeiten, die sich der Erhaltung entgegenstellen. Die Betrachtung wird anschaulich durch die Dokumentation von Schloss Gauernitz.

 

 

 

Klara Brukova und Michaela Brychtova: Dörfliche Gastronomie am Beispiel Wilschdorf Broschüre Format A5, 48 Seiten

 

Der Gasthof war für das Dorf traditionell ein wichtiger sozialer Ort, doch viele Wirtshäuser in Sachsen verfallen. Anhand des ehemaligen Gasthofes und Hotels Wilschdorf bei Dresden werden in der Arbeit die Ursachen des Niedergangs aufgezeigt. Die Studentinnen zeichnen eine kurze Kulturgeschichte des Essens an öffentlichen Orten nach, beschäftigen sich mit der Dorfchronik und befragen Bewohner.

 

Stefan Schmidt: Das Dorf verhungert – ohne mobile Verküfer, Broschüre 200 × 170 mm, 44 Seiten

 

Im dünn besiedelten ländlichen Raum ist der nächste Einkaufspark oft viele Kilometer entfernt. Mit dem Niedergang des Tante-Emma-Ladens und des sozialistischen Dorfkonsums eine Versorgungslücke entstanden, die rollende Infrastruktur, On-demand-Systeme und Tankstellenshops auffangen. Stefan Schmidt begleitete einen Tag lang die Verkäuferin Brigitte auf ihrem Weg über die Dörfer und führte aufschlussreiche Interviews mit ihren Kunden.

 

 

 

Claudia Jäkel: Landarzt. Innovative Versorgungskonzepte für den ländlichen Raum Broschüre Format A5, 40 Seiten

 

Wie sieht die Zukunft der medizinischen Versorgung im dünn besiedelten ländlichen Raum aus? Ausgehend vom aktuellen Versorgungsstand und den überwiegend düsteren Zukunftsprognosen werden in der Arbeit innovative Konzepte der medizinischen Versorgung aus dem Ausland beschrieben und auf ihre Anwendbarkeit in den schrumpfenden Regionen Ostdeutschlands untersucht.

 

Tanja Kerzig: Raumpioniere . Broschüre Format A5, 28 Seiten

 

Die Landflucht erzeugt leere Räume – welch’ luxuriöses Spielfeld für Stadtflüchtige! In der Arbeit wird das Phänomen der Raumpioniere dargestellt. Was bewegt sie, das bequeme Stadtleben aufzugeben und welche Nachteile nehmen sie für die Freiheit auf dem Land in Kauf? Tanja Kerzig besuchte Professor T. in P., um sich vor Ort ein Bild zu machen.

 

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Bildsprache 07 - Die unsichtbare Stadt SS 2007
Dipl.-Ing. Grit Koalick

 

Unter dem Titel „Die unsichtbare Stadt“ thematisierten wir die Zusammenhänge zwischen Infrastrukturentwicklung und Stadtentwicklung. Im Gegensatz zur viel beachteten Stadtgestalt ist die Infrastruktur einer Stadt komplex, langfristig, selbstverständlich, zumeist nicht sichtbar und sinnlich nicht erfahrbar. Jeder weiß, dass die Versorgung und Nutzung einer Stadt ohne die notwendigen wirtschaftlichen und organisatorischen Grundlagen nicht denkbar ist. Im Zusammenhang mit der aktuellen Stadtentwicklung steht die Stadttechnik vor großen Herausforderungen. Die technische Infrastruktur ist - anders als die soziale - in unserem Alltagsbewusstsein unterrepräsentiert. Hier besteht vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Stadtentwicklung ein Vermittlungsproblem.

 

Ergebnisse

Thomas Heutger untersucht in seiner Arbeit
„Fortbewegung. Stadtentwicklung vs. Verkehrsentwicklung“
die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Stadtentwicklung und Entwicklung der Verkehrstechnologie und fragt: Welche Auswirkungen hat Mobilität auf die Lebensqualität? Ist die Ausbreitung der Städte in die Landschaft Folge der Verkehrsentwicklung oder umgekehrt? Die abstrakten Zusammenhänge werden am Beispiel Dresdens konkretisiert.

 

 

 

Lenka Gmuccovas „Schienen als moderne Stadtmauern?" thematisiert das sozialräumliche Wirken von Gleiskörpern. Ausgehend von den Fragen nach der Existenz von Enklaven oder der „falschen Seite der Schiene“ und dem Wirken von Bahnhöfen entstand eine Bildgeschichte.

 

 

Was geschieht eigentlich mit unseren Abfällen? Ágnes Kádár zeigt am Beispiel des Abfallwirtschaftszentrums der Wertstoff-Aufbereitung Dresden GmbH, Rosenstraße Transportwege, Abfallmengen und Sortierroutinen der Abfallwirtschaft in Dresden: „Der Weg des Mülls“

 

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In ihrem Beitrag „Güter auf die Schiene“ untersucht Melanie Mazur die Zusammenhänge zwischen der Marketingstrategie der Gläsernen Manufaktur und der Logistik der Güterstraßenbahn.

 

 

 

Falco Berganders „Getrennte Welten. Umgang mit Sekundärrohstoffen vor und nach der politischen Wende von 1989“ untersucht die Verwertung von Rohstoffen aus zweiter Hand vor dem Hintergrund zweier unterschiedlicher Wirtschaftssysteme. Die Arbeit kommuniziert Parallelen und Unterschieden zwischen SERO, dem staatlichen Sammelsystems der DDR, und dem Dualen System Deutschland.

 

 

 

 

In „Bilder ohne Gewähr: Die Waldschlösschenbrücke“ analysiert Sebastian Roy 33 Abbildungen, die im Streit um die Brücke von Brückenbefürwortern und –gegnern eingesetzt wurden. In zahlreichen Gegenüberstellungen zeigt er, wie manipulativ bildliche Mittel und Elemente eingesetzt sind, und schärft unseren Blick für die Macht der Bilder.

 

 

 

 

Jana Gummlich fragt „Mehr Videokameras für mehr Sicherheit?“. Die Arbeit erklärt, welche Formen der Videoüberwachung es gibt und wie diese wirken. Die allgemeinen Überlegungen werden am Beispiel der Dresdner Altmarktgalerie konkretisiert.

 

 

 

In seiner Arbeit „Der ökologische Fußabdruck Dresdens“ untersucht Ferdinand Ghantus den Flächenverbrauch Dresdens. Er zeigt, dass die Stadt heute weit mehr Flächen benötigt, als sie besitzt und welche Ursachen der enorme Verbrauch an natürlichen Ressourcen hat. Ein raffiniertes Flächendiagramm setzt den heutigen Verbrauch zu alternativen Wegen in Beziehung. Zu den Tabellen.

Die oben stehende Abbildung zeigt: Die Flächennutzung im Dresdner Stadtgebiet und die benötigten Flächen außerhalb des Stadtgebietes (oben) sowie die dirket und indirekt benötigten Flächen außerhalb Dresdens.

 

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Bildsprache 06 - Map the Rich! WS 2006/2007
Dipl.-Ing. Rochus Wiedemer

 

In Bildsprache 6 setzten wir unsere Visualisierung der ungleichen Entwicklung Dresdens fort. Durch die neue politische Rolle als Landeshauptstadt, der Förderung als Tourismus-,  Forschungs- und Technologiestandort, sowie einer inzwischen tatsächlich einsetzenden wirtschaftlichen Dynamik entstanden seit 1990 in Dresden neue Schichten von einkommensstarken und wohlhabenden Bewohnergruppen. Durch Visualisierungen unterschiedlicher Reichtumsbegriffe, Kartierungen statistischer Daten und Fallstudien untersuchte das Seminar „Map the Rich!“ sozialräumliche, physische und symbolische Strukturen des neuen Reichtums in Dresden

 

 

 

auszug aus arbeit von mateus ploch

Mateus Ploch: Untersuchungen zum Sozialatlas Dresden.


In der Arbeit werden zunächst unterschiedliche statistische Definitionen von Reichtum erklärt. Eine Kartierung des durchschnittlichen Nettoäquivalenzeinkommens der statistischen Bezirken bringt das Tabellenwerk des „Sozialatlas Dresden“ in eine übersichtliche Darstellung. Klicken sie bitte hier um zum vollständigen PDF zu gelangen [710 kB]

 

 

 

auszug aus der arbeit von krntheuer, lau & phan

Enrico Lau, Matthias Korntheuer und Alexander Phan:
Übungen im paradoxen Denken.


Ausgehend von einem erweiterten Reichtumsbegriff, der neben ökonomischen auch soziales und kulturelles Kapital umfasst, zeigt Pierre Bourdieu in seinem Text „Ortseffekte“ wie sich gesellschaftliche Hierarchien im Raum manifestieren und reproduzieren. Die Arbeit visualisiert Schlüsselbegriffe des Textes mit einem Vergleich der Dresdner Stadtteile Weißer Hirsch und Prohlis. Klicken sie bitte hier um zum vollständigen PDF zu gelangen [2,64 MB]

 

 

auszug aus der arbeit von roman bender

Roman Bender: Kleine Ortseffekte.


In der Arbeit werden die von Bourdieu beschriebenen Wechselbeziehungen zwischen Sozialraum und physischen Raum auf kleinster Fläche am Beispiel zweier Wohnungen und ihrer Bewohner in der Dresdner Neustadt gezeigt. Klicken sie bitte hier um zum vollständigen PDF zu gelangen [1,17 MB]

 

 

auszug aus der arbeit von elisavetta vasilleva

Elisaveta Vassilleva: Geteilte Stadt


Die Darstellungen von Stadt in Bilderbüchern basieren bis heute auf fordistischen Raum- und Gesellschaftsmodellen. In Auseinandersetzung mit Pierre Bourdieu und Ali Mitgutsch entwickelte Elisavetta Vassilleva ein Bilderbuch, das Dresden als vielfach gespaltene Stadt zeigt. Klicken sie bitte hier um zum vollständigen PDF zu gelangen [2,88 MB]

 

 

auszug aus der arbeit von thomas bache

Thomas Bache: Villa und Zeile im Stadtbild Dresdens.


Auf der Suche nach sozialräumlichen Enklaven in Dresden recherchierte Thomas Bache nach Villen in Zeilenbaugebieten und Zeilen in Villengebieten. Sozialräumliche Polarisierungen kann die Arbeit kaum entdecken. Fotos und Gespräche mit den Bewohnern dokumentieren, dass die Entwicklung der Sozialstruktur der einzelnen Wohnhäuser den Auf-, bzw. Abwertungsprozessen der Umgebung folgte. Klicken sie bitte hier um zum vollständigen PDF zu gelangen [1,84 MB]

 

 

auszug aus der arbeit von jentsch&lindner

Christian Jentsch und Julia Lindner: Vom Garten zur Kampfzone.


Die Fallstudie untersucht die Zusammenhänge zwischen Reichtum, Sicherheitsempfinden und Einbruchskriminalität. Mit statistischen Daten und am Beispiel einer Villa interpretieren sie das Verkaufen von Sicherheit durch Technologienanbieter, Sicherheitsdienstleister und Versicherungen als Spiel mit gesellschaftlichen Ängsten. Klicken sie bitte hier, um zum vollständigen PDF zu gelangen [1,10 MB]

 

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Bildsprache 05 - SS 2006
Dipl.-Ing. Grit Koalick und Dipl.-Ing. Rochus Wiedemer

 

 

>30 Jahre Prohlis<

 

Wir setzten uns mit Segregationsprozessen am Beispiel der Plattenbausiedlung Prohlis auseinander. Die Recherchen und die Bearbeitung wurden von uns durch eine Sammlung relevanter Studien und statistischer Daten zu Prohlis unterstützt. Bei einem Workshop im Heimatmuseum Prohlis, gemeinsam mit
dem partizipatorischen Kunstprojekt„Info Offspring“ lernten die Studierenden die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Alltag in Prohlis kennen.

 

 

 

Michael Reißmann und Matthias Seidel: Hartz IV - Schwarzer Peter für Prohlis? Klicken Sie bitte hier, um zum PDF [1,44 MB] zu gelangen.

 

 

 

Christoph Richter : Die bewegte Geschichte der Kirchgemeinde in Prohlis. Klicken Sie bitte hier, um zum PDF [1,28 MB] zu gelangen.

 

 

 

Bohdana Simonova und Milos Linhart: Laubenpieper in Prohlis. Klicken Sie bitte hier, um zum PDF [1,17 MB] zu gelangen.

 

 

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Bildsprache 04 - WS 2005/2006
Dipl.-Ing. Grit Koalick und Dipl.-Ing. Rochus Wiedemer

 

>Zeichnen, was man nicht sehen kann<

 

Konzept


Die gravierenden Transformationsprozesse des städtischen Raums auf lokaler und globaler Ebene verändern die Praxis von Architekten und Planern: Neben der Kernkompetenz des Entwerfens von Räumen, gewinnt die Rolle des Architekten als Moderator von räumlichen Prozessen zunehmend an Bedeutung.


Im Hauptfach „Bildsprache – Zeichnen was man nicht sehen kann“ entwickelten wir Darstellungsformen, welche die komplexen Entwicklungen der Stadt vermittelbar machen. Wir näherten uns den Themen mit Texten und Studien, recherchierten Fakten im Internet und den Printmedien. Die Hintergrundinformationen wurden bei Terminen vor Ort und Vorträgen von Experten anschaulicher.

 

 

Thema 1 Entwicklung der Dresdner Neustadt

Am Beispiel der Äußeren Neustadt diskutierten wir den Begriff Gentrifizierung, der die soziale und physische Aufwertung zentrumsnaher Wohngebiete und ihre Folgen beschreibt und fragten, ob er sich auf das Gebiet anwenden lässt. Wir bedanken uns bei Dr. Helga Gantz für die Vorstellung der aktuellen Sozialstudie zur Äußeren Neustadt.

 

 

Susann Becker und Katja Kaubitzsch dokumentierten ein partizipatorisches Planungsverfahren am Beispiel der Bürgerwerkstatt zur Fortschreibung des Erneuerungskonzeptes der Äußeren Neustadt.
Klicken Sie bitte hier, um zum PDF [2,54 MB] zu gelangen.

 

 

Thema 2 Finanzkrise der Kommunen – Privatisierung der WOBA

Die komplexen Vor- und Nachteile des Verkaufs der WOBA für den einzelnen Bürger und die Kommune waren abstrakt und schwer einschätzbar. Beim Streit um den WOBA-Verkauf trafen zwei gegensätzliche Auffassungen zu den Aufgaben von Staat und Kommune aufeinander: Auf der einen Seite ein scheinbar optimistisches, liberales Konzept eines sich selbst regulierenden Marktes und auf der anderen Seite die Erwartung, dass der Staat regulierend in ökonomische Prozesse eingreift, um soziale Sicherheit zu realisieren.


Dankeschön Peter Bartels, Initiator des Bürgerbegehrens „WOBA erhalten!“, für das seminaristische Interview. Den Studierenden stand die Präsentation der Landeshaupstadt Dresden: Verkauf der WOBA Dresden GmbH, Quelle: www.dresden.de [Zugriff: 18.11.05], zur Verfügung.

 

 

Finanzkrise der Kommunen – Privatisierung der WOBA

 

Input: Seminaristisches Interview mit Peter Bartels, Vorsitzender des Mietervereins Dresden e.V., Initiator des Bürgerbegehrens „WOBA erhalten!“


Präsentation der Landeshaupstadt Dresden: Verkauf der WOBA Dresden GmbH, Quelle: www.dresden.de [Zugriff: 18.11.05]

Im Gegensatz zum Streit um die Waldschlösschenbrücke bleiben die komplexen Vor- und Nachteile des Verkaufs der WOBA für den einzelnen Bürger und die Kommune abstrakt und schwer einschätzbar.

Gleichzeitig treffen beim Streit um den WOBA-Verkauf zwei gegensätzliche Auffassungen zu den Aufgaben von Staat und Kommune aufeinander: Auf der einen Seite ein scheinbar optimistisches, liberales Konzept eines sich selbst regulierenden Marktes und auf der anderen Seite die Erwartung, dass der Staat regulierend in ökonomische Prozesse eingreift, um soziale Sicherheit zu realisieren. Das Thema WOBA-Verkauf wird derzeit sehr polemisch und wenig differenziert diskutiert, Alternativen werden nicht gesucht.
Wir stellen der Präsentation der Landeshauptstadt Dresden ein Interview mit Peter Bartels vom Mieterverein Dresden gegenüber, um die Zusammenhänge verstehen zu können und die Folgen abzuschätzen.

Ronny Münch [Architektur] fragt: Ist der WOBA-Verkauf eine Lösung der Finanzkrise Dresdens?

 

 

 

 

 

Thema 3 Wachstunskerne – Silicon Saxony als Produktionscluster

Die Halbleiterproduktion besitzt große ökonomische wie auch symbolische Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Dresden. Vermittels der Besichtigungen bei AMTC und ZMD entstand ein konkreter Bezug zu den technischen Bedingungen und den Arbeitsverhältnissen. Herzlichen Dank Anja Kläden (AMTC Masken Zentrum) und Herr Jäckel (ZMD). Dr. Herrmann, Projektkoordinator des Verbandes Silicon Saxony, stellte uns die regionalen Strukturen der Halbleiterproduktion vor. Wir thematisierten die mediale Repräsentation der Region Dresden als Silicon Saxony.


Marc P. Gabriel: Wieviel Geld bleibt in der Region zurück beim Bau und Betrieb eines Halbleiterwerks? Klicken Sie bitte hier, um zum PDF [1,88 MB] zu gelangen.

 

 

Thema 4 Stadtmarketing – Stadtjubiläum 800 Jahre

Globalisierung und die Veränderungen der Märkte zwingen die Städte zum Weiterentwickeln der Stadtentwicklungspolitik. Ein Ansatz ist das Übertragen von unternehmerischen Überlegungen und Marketingmethoden. Stadtmarketing hat das Ziel, das „Produkt Stadt“ im interkommunalen und internationalen Konkurrenzkampf um Fachkräfte und Investoren zu profilieren, zu positionieren und anzupreisen. Das Entwickeln und Umsetzen eines Festjahres demonstriert medienwirksam die kommunalpolitische Handlungsfähigkeit der Stadt: Thema unserer Recherche ist das Dresdner Stadtjubiläum 2006.

 

 

Martin Gebauer: 800 Jahre Dresden - Zeit für Geschichte?
Um zum PDF [1,39 MB] zu gelangen, klicken Sie bitte hier.

 

 

Julian Puchmüller: Zeit für Dresden. Die Broschüre über die Aktivitäten zum Stadtjubiläum finden Sie hier. [998 KB]

 

 

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"Bildsprache 01 + 02 + 03
Dipl.-Ing. Grit Koalick

Die Seminare Bildsprache 1-3 thematisierten Erzähltechniken, die sich Architekten und Planer zu Nutze machen können, um für eine räumliche Idee zu argumentieren.


Während ein Bild eine Sicht auf Architektur zu erzählen vermag, lässt die sequenzielle Aneinanderreihung mehrerer Bilder die Darstellung von räumlichen Zusammenhängen, Zeit und subjektiven Beurteilungen zu. Durch die Montage dieser Handlungsstränge entsteht eine Narration.


Angeregt durch die epische Struktur von Texten und die unmittelbare Wahrnehmung von Phänomenen im Stadtraum wurden Bilderwelten generiert und mittels hybrider Darstellungsarten sichtbar gemacht. Die individuelle Analyse führte zu subjektiven Sichtweisen und Erzählstilen. Das Umsetzen der Dramaturgie in filmischen Minisequenzen oder einen Buchraum schlossenen die Auseinandersetzung ab. Enwurfsbestimmend für diese Darstellungsformate ist die Wahrnehmung durch den Betrachter.

 

 

Ergebnisse WS 2004/2005

Marcus Müller [Architektur]: "Schachteldrama" [636 KB]

Untersuchungsgebiet 04 - Das Hochwasser der Weißeritz im Sommer 2002 mit elastischem Rahmen dramatisch in Szene gesetzt.

aus dem Storyboard:

 

 

Bea Bierer [Technisches Design]: "Déjà-vu" [5.29 MB]

Untersuchnungsgebiet 05 - Das Werden und Vergehen der Dresdner Friedrichstadt führt in der visuellen Umsetzung zu collageartigen Bildern.

Erzählkonzept & Storyboard:

 

 

Martin Kranich [Architektur] :"Studentenalltag"

Untersuchnungsgebiet 09 - Zirkulierende Studentenmassen und der Straßenverkehr am Fritz-Förster-Platz verusachen die Vorstellung eines Infarkts.

 

aus dem Storyboard:

 

 

 

 

 

Balázs Domokos [Architektur]: "Linie 61", [603 KB]

Untersuchnungsgebiet 10 - Eine Fahrt in der Buslinie 61 in grafischer Verdichtung der Raumwirkung.

Till Schuster [Architektur]: "rhyth_mus_fu_ge" [803 KB]

Rhythmen des unscharfen, fragmentierten Übergangs von Stadt und Land mittels "Rhythmusmaschine" Macromedia Flash zu unvorhersehbaren, subjektiven Erinnerungsbildern montiert.

 

Claudia Köllner [Landschaftsarchitektur]: "Idylle" [2.13 MB]

Untersuchnungsgebiet 14 - Plattenbautristesse birgt Idylle, doch eine Idylle gleicht der anderen.

 

Auf der Suche nach einer individuellen Bildsprache beschäftigten wir uns mit Orten in Dresden und thematisierten das filmische Sequenzen.

 

Ergebnisse WS 2005/2006

Roland Lehnen [Architektur]: Flash-Film

 

[Storyboard]

 

Jan Fusten [Architektur]: Booklet, 12 x 12 cm, 22 Seiten, doppelseitig bedruckt

 

[6/7]

[14/15]

[17]

 

[19]

 

[21]

 

[23]

 

[25]

 

 

Marion Baillet [Architektur]: Booklet, 12 x 12 cm, 40 Seiten, einseitig bedruckt

 

[Einband vorn]

[03]

[16]

[17]

[20]

[26]

[37]

 

 

Georg Petzold [Architektur]: Booklet, 12 x 12 cm, 54 Seiten, vierseitige "Alptraumbindung"

 

[Verpackung]

[vierseitige "Alptraumbindung"]

 

[Motiv]

 

 

Tobias Lahode [Architektur]: "unendliche" Faltung, 12 x 12 cm

 

[Prinzip des Faltens]

 

[Motiv 1]

 

[Motiv 2]

 

 

Till Kwiotek [Landschaftsarchitektur]: 20 Erzählkarten, 12 x 12 cm & 24 x 12 cm, Reihenfolge wählbar

 

[Fenster]

[Lehrter Bahnhof]

[Wald innen]

[durchs Blaue]

[nach innen]

[Erkenntnis]

[---]

 

 

Die Erzählung „Fahrt mit der S-Bahn“ des Autors Günter Kunert lieferte Motive und Anregungen für die Entwicklung einer eigenen Sprache der Bilder in Bezug auf die Bildmittel, die inhaltliche Verknüpfung der Bilder und die Dramaturgie.

Günter Kunert, "Fahrt mit der S-Bahn" aus: Kramen in Fächern, Geschichten - Parabeln - Merkmale. Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 2. Auflage 1972, S. 62 ff.

 

 

Ergebnisse SS 2003

 

Sina Bannies [Architektur]: Doppelseitiges Poster, 48 x 48 cm, zusammenfaltbar

 

[Skizze]

 

[Skizze]

 

[Skizze]

 

[1]

 

[2]

 

[3]

 

[4]

 

[5]

Stephan Gilbert [Architektur]: Daumenkino, 12 x 12 cm, 181 Seiten

 

 

 

Patrick Hesse [Architektur]: Booklet, 12 x 12 cm, 55 Seiten, einseitig bedruckt

 

[08]

[03]

[09]

[11]

[24]

[29]

[40]

[42]

[43]

 

 

Die Bildgeschichten wurden nach der Erzählung „Das Fenster“ des japanischen Autors Haruki Murakami entwickelt.

Haruki Murakami (geb. 1949), "Das Fenster" aus: Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah.
Übersetzt von Nora Bierich. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Berlin 2002, S. 71 ff.

 

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