Sommersemester 2019

 

Grundfachstudium - 3. Semester
Pflichtfach für das 3. Semester Architektur und Landschaftsarchitektur
Wintersemester 2019-2020
Darstellungslehre 2
Prof. Dr.-Ing. Niels-Christian Fritsche

 

Dipl.-Ing. Felix Greiner-Petter
Dipl.-Ing. Till Schuster
M.Arch. John Martin Tubles
Tutoren: Ute Hagelstein, Henriette Böber, Alexa Glaser

 

Werkstatt „Schrift, Satz, Layout“ 30.9. - 11.10.2019
Start
Montag, 30.9.2019, 9:20 Uhr, Andreas-Schubert-Bau HS 120 (ASB 120)
Arbeitszeit: täglich 9:20 bis 17 Uhr

 

Fünf Schritte nach dem Konzept von Rochus Wiedemer (2007):

Benötigte Hardware: Laptop oder Computerzugang (Pools der TUD)
Benötigte Software: Bildbearbeitungsprogramm wie Adobe Photoshop, Layoutprogramm wie Adobe InDesign (30-Tage Lizenz, erst kurz vor den Intensivwochen herunterladen) oder Scribus (freie Alternative)

 

 

 

Ablaufplan zu den Werkstattwochen „Schrift Satz, Layout“ (FGP, 2019)

 

Ziele:

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Heft in DIN A5 mit den digitalisierten eigenen Zeichnungen sowie Modellfotos der Ergebnisse aus dem 2. Semester.
Achtung dazu: Die Zeichnungen, Ausdrucke, Mind Maps und das Gruppen-Modell nicht entsorgen.

 

 

Emmet Elliot: Detail „Route“ aus der Ausstellung „Zimmer, Gebäude, Stadt“

 

 

Der Fulbright-Stipendiat Emmet Elliott von der New School / Parsons School of Design aus New York zeichnete in den vergangenen elf Monaten in Dresden.

 

Ausstellung
„Zimmer, Gebäude, Stadt“
13. August bis 3. Oktober 2019

 

Teil 1 - Bereichsbibliothek DrePunct, Sächsische Landesbibliothek, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Teil 2 - Professur für Darstellungslehre, Fakultät Architektur
Bürogebäude Zellescher Weg 17, B-Flügel, 3. Etage.

 

Emmet Elliott: „book.m.sample.“ Fotobuch mit Zeichnungen, 29 x 60 cm (Ausschnitt), im Ausstellungsteil in der Bereichsbibliothek DrePunct (SLUB) 2019

 

 

Der Fulbright-Stipendiat Emmet Elliott von der New School / Parsons School of Design aus New York mit Bachelor of Fine Arts / Architektur und Bachelor of Arts / Philosophie zeichnete in den vergangenen elf Monaten in Dresden. Er fragt nach dem allgemeinen Zimmer, dem allgemeinen Haus und der allgemeinen Stadt. Als Folge entstehen Warum-Fragen: Wann ist das Zimmer (ein solches)? Für wen ist das Gebäude? Wofür ist die Stadt? Damit fragt Emmet Elliott nach den Essenzen: Was ist dieses Zimmer? Was ist dieses Gebäude? Und was wirklich, ist Dresden?


Emmet Elliott untersucht die Verbindungen zwischen der fühlbaren und der gedanklichen Wirklichkeit sowie unserer gebauten und deshalb zeichenbaren Umwelt. Emmet Elliott zeichnet mit verschiedenen Stiften, er radiert (ätzt) Linien an der Hochschule für Bildende Künste und der Grafikwerkstatt Dresden. Schließlich montiert er Zeichnungen auf halbtransparente Oberflächen, die in von hinten beleuchteten Fensternischen aus Holz und Graupappe verbaut werden. Die Architekturzeichnung wird gleichermaßen das tatsächliche Werkzeug und Philosophie sichtbar.

 

Das Projekt entsteht aus den Notizen von vier Personen aus einem Dresdner Hausprojekt zu ihren Aufenthaltsorten und ihren Bewegungen an einem Mittwoch im Februar dieses Jahres. Diese „vier Alltage der vier Menschen an einem Wochentag“ bilden die begehbare vierteilige Struktur der Ausstellung mit je einem Zimmerfenster im Maßstab 1:1 mit dem Zimmergrundriss im Maßstab 1:15, einer gerollten Wegezeichnung zum Haus und einem Foto-Leporello zur Stadt.

 

Emmet Elliott: M.Zimmer. 1-15. Sample (Detail, Zimmergrundriss, Digitaldruck auf Polycarbonat-Platte montiert (Ausschnitt) im Ausstellungsteil in der Bereichsbibliothek  DrePunct (SLUB),

 

 

Die Grundrisszeichnungen der Zimmer mit weißer Farbe auf schwarzem Untergrund zeigen die geometrische Wahrnehmung der Architektur per unpersönlichem (für alle gültigen) Grundriss mit Wänden, Tür und Fenster sowie den menschlichen Raum mit der persönlichen Möblierung samt Tisch, Stuhl, Bett und Fahrrad der Bewohner. Diese bewohnen ihr Zimmer so wie sie es auch häufig verlassen: Zur Wahrheit des gelebten Zimmers gehört die Außenwelt, die durch die in verschiedene Richtungen aus den Zeichnungen und über die Graupappe der Fensternischenbauten wie geometrische Fluchtlinien hinweg- und hinauslaufen: Die Zeichnung zeigt an, wie der Grundriss des Zimmers durch seine eigene Wand hinaus in die Welt zeigt: „What architecture does, quite literally, is shape our perceptions.“

 

Detail-Perspektiven, Grundriss-Rollen und Dresden-Fotobücher im Ausstellungsteil in der Bereichsbibliothek  DrePunct (SLUB), Foto: Felix Greiner-Petter 2019

 

 

Emmet Elliott verarbeitet Spinozas Attribute des „Denkens“ (Geist) und der „Ausdehnung“ (Materie) in Richtung Immanuel Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und der Phänomenologie von Maurice Merleau-Ponty. Er fühlt sich von den Kulturtheorien von Camillo Sitte und Jane Jacobs beeinflusst, denkt ständig an den Künstler Paul Klee sowie häufig an Piet Mondrian und Pablo Picasso. Zudem ertappt er sich bei Reflektieren über die Arbeit der Fotografen Jeff Wall und Andreas Gursky.

 

Holzmodule und markierte Bereiche auf dem Boden im Ausstellungsteil in der Bereichsbibliothek  DrePunct (SLUB), Foto: Niels-Christian Fritsche 2019

 

 

Die Markierungen auf dem Fußboden verdeutlichen, dass wir hier in ein Bild treten, einen Bildraum. Wir nähern oder entfernen uns nicht nur von einem isolierten Bild an einer Wand. Wir bleiben im Raum mit den Bildern: “This drawing … is a drawing of Space (as thought about through the lens of human understanding) and perception (as thought about through architecture).”

 

„Process Work“ – Kopien aus Skizzenbüchern von Emmet Elliot im Ausstellungsteil an der Professur für Darstellungslehre, BZW, B-Flügel, 3. Etage, Foto: Niels-Christian Fritsche, 2019

 

„Process Work“ – Bilderreihe mit Kopien des Skizzenbuchs von Emmet Elliot im Ausstellungsteil Professur für Darstellungslehre, BZW, B-Flügel, 3. Etage, Foto: Felix Greiner-Petter 2019

 

„Process Work“ – Ansicht der Vitrinen mit Skizzenbüchern von Emmet Elliot im Ausstellungsteil Professur für Darstellungslehre, BZW, B-Flügel, 3. Etage, Foto: Felix Greiner-Petter 2019

 

Grundriss-Rolle im Ausstellungsteil in der Bereichsbibliothek  DrePunct (SLUB), Transparentpapier und Holzrahmen, h = 31 cm, Foto: Niels-Christian Fritsche, 2019

 

 

Emmet Elliott
Felix Greiner-Petter
Niels-Christian Fritsche
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August 2019

Die Ausstellung entstand als Zusammenarbeit der Professur für Darstellungslehre an der Fakultät Architektur der Technischen Universität Dresden mit der Deutsch-Amerikanischen Fulbright Kommission. Wir bedanken uns bei Matias Botero und dem Makerspace der SLUB.

 

Hauptfächer

 

Skulptur
Lehrbeauftragte Ursula Güttsches (Bildhauerin, Dresden)
Kursstart: Freitag den 12.4.2019 um 9.20 Uhr im Raum BZW B110

 

Aktzeichnen
Lehrbeauftragter Thomas Baumhekel (Maler/Grafiker, Dresden)
Kursstart: Freitag den 12.4.2019 um 14.50 Uhr im Raum BZW B123

 

Radierung
Lehrbeauftragter Dietmar Günther (Werkstattleiter Druck HfBK)
Kursstart: Freitag den 12.4.2019 um 9.30 Uhr in der HfBK an der Brühlschen Terrasse. Bitte kommen sie um 9.20 Uhr in die Eingangshalle der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK) – Zugang von der Brühlschen Terrasse.
(Wichtig: Der Kursstart ist ein Pflichttermin und wird mit einer Arbeitsschutzbelehrung verbunden. Diese kann nicht nachgeholt werden!)

 

Zeichnung und Malerei als Künstlerische Notiz
Lehrbeauftrage Ute Richter (Künstlerin, Leipzig)
Kursstart: Freitag den 26.4.2019 um 10 Uhr im Raum BZW B301

 

Camo – Von Optik bis Taktik
John M. Tubles, M. Arch
Kursstart: Freitag den 12.4.2019 um 9.20 Uhr im Raum BZW B401

 

Zeichenexkursion - PARA-DI-SE
Dipl.-Ing. Felix Greiner-Petter
Kursstart: Freitag den 12.4.2019 um 13 Uhr im Raum BZW B306

 

Sandstein
Ehemaliger Lehrbeauftragter Lothar Beck (Bildhauer, Dresden)
Blockseminar ganztägig: Freitag den 21.06.2019 bis Sonntag den 30.06.2019

 

 

Sprechzeiten im Sommersemester

 

Sekretariat Elke Noack
Täglich (Mo-Fr), 8-12 Uhr, BZW B324

 

Wissenschaftliches Personal
Dienstag, 13-15 Uhr, BZW B302